Das ist doch ein Witz…
…aber natürlich ist es kein Witz. Das oben gezeigte Foto ist kein Fake, sondern funktioniert wirklich.
An einem Ende befindet sich ein normaler USB-Anschluss und am anderen Ende ein 6-poliger DIN-Stecker, der an jedes Commodore-Gerät mit dem entsprechenden Anschluss angeschlossen werden kann.
Zum Beispiel an das Commodore 1541 Diskettenlaufwerk. Die verwendete Software ist die bekannte openCBM Suite.
Das kann doch gar nicht funktionieren
Natürlich kann man die 4 Drähte des USB-Kabels nicht einfach direkt an den 6-poligen DIN-Stecker löten. OK, natürlich kann man das, aber es wird nicht funktionieren 🙂
Hier ist ein bisschen Magie im Spiel.
Wie funktioniert das nun?
OK, ich will nicht länger Spannung erzeugen. Der Clou an der Sache ist, dass ich die ZoomFloppy nochmals verkleinert habe. Genau wie bei meiner ersten XoomFloppy, nur noch kleiner.
Das externe Gehäuse war damals ganz nett. Aber das Problem war immer, einzelne Gehäuse zu bekommen. Einfach eine XoomFloppy zu bauen und ein Gehäuse drum herum zu machen, war nicht möglich. Wegen des Mindestbestellwerts beim Lieferanten musste man immer gleich mehrere Dutzend kaufen.
Also haben wir das Gehäuse weggelassen und die Platine direkt in den Standard-DIN-Stecker eingebaut.
Unglaublich
Der Ausgangspunkt war meine erste XoomFloppy damals. Dort hatte ich bereits die parallele und IEEE-488-Verbindung weggelassen.
Theoretisch könnte man diese natürlich weiterhin nutzen und als Kabel herausführen. Aber irgendwie fand ich, dass das dem Konzept widerspricht.
Viele Leute nutzen einfach die serielle Verbindung, und solch ein Kabel war immer für sie gedacht.
Der Schaltplan basiert auf dem der ZoomFloppy:

Innenansicht
Beim Öffnen des DIN-Steckers wird die Platine sichtbar:

Die Platine ist ein einfaches 2-Lagen-Design. Auf der Rückseite befinden sich 3 weitere Bauteile, die leider keinen Platz auf der Vorderseite gefunden haben.
Es sind alles Standardbauteile, die leicht verfügbar sind. Und mit der Größe 0402 sind die kleinsten Bauteile auch für ambitionierte Hobbyisten noch gut zu löten.
Das USB-Kabel wird dann auf der Rückseite an 4 Lötpads angeschlossen.
Die unbestückte Platine sieht so aus:

Kann es noch kleiner sein?
Ja, ich habe auch eine Version gemacht, die noch etwas kleiner war. Allerdings musste ich dabei auf Mehrlagentechnik und noch kleinere Bauteile zurückgreifen, und die VIAs mussten kleiner sein.
Nachdem ich die Gerber-Dateien zu den üblichen PCB-Herstellern hochgeladen hatte, habe ich das Ganze aus Kostengründen fallen gelassen. Allein die etwas kleineren VIAs hätten den Preis extrem in die Höhe getrieben.
Deshalb ist die Platine so groß, dass sie gerade in das Steckergehäuse passt. Dafür kann man das Ganze bei JLCPCB zum Standardpreis von $2 bekommen.
Download
Die notwendigen Dateien zum Nachbau befinden sich alle auf meinem Codeberg Account: https://codeberg.org/diwou/XoomFloppy_Cable
