1. Einleitung
Immer mehr Anwender möchten ihr Telekom Glasfaser Modem 2 durch ein kompaktes SFP Modul ersetzen, das direkt im Router steckt. Die Idee dahinter ist einfach: weniger Kabel, weniger Geräte, mehr Ordnung im Netzwerkschrank. Besonders häufig kommt dabei das ODI DFP-34X-2C2 zum Einsatz, das unter dem Namen Luleey LL-XS2510 bekannt und schon für rund 50 Euro erhältlich ist.
Doch wie gelingt der Wechsel in der Praxis? Muss man zwingend die Telekom anrufen und ein neues Modem einrichten lassen, oder gibt es einen einfacheren Weg?
In diesem Artikel zeige ich, welche Möglichkeiten es gibt, wo die Unterschiede liegen und warum sich ein Umstieg vor allem aus Gründen der Flexibilität lohnen kann. Später gehe ich außerdem noch darauf ein, wie man die Zugangsdaten des Telekom Modems clont und damit sowohl das Originalgerät als auch das SFP Modul parallel nutzbar macht.
1.1 Telekom Glasfaser Modem 2 durch SFP Modul ersetzen – lohnt sich der Wechsel?
Viele Nutzer stellen sich die Frage: Soll man das Telekom Glasfaser Modem 2 weiterhin einsetzen oder lieber auf ein kompaktes SFP Modul im Router umsteigen?
Besonders beliebt ist das ODI DFP-34X-2C2, das unter verschiedenen Markennamen vertrieben wird. Am weitesten verbreitet ist das Luleey LL-XS2510, das für rund 50 Euro erhältlich ist und in vielen Setups problemlos funktioniert.
1.2 Offizieller Weg über die Telekom
Wer den Wechsel ganz offiziell machen möchte, muss bei der Telekom einen neuen Einrichtungslink anfordern. Damit wird das SFP Modul direkt mit dem Anschluss verbunden.
Allerdings hat diese Methode einen Nachteil: Danach synchronisiert nur noch das neue Modul, das ursprüngliche Glasfasermodem 2 lässt sich nicht mehr nutzen, außer es wird erneut freigeschaltet.
1.3 Praktischer Weg: Daten auslesen und übertragen
Ein flexiblerer Ansatz besteht darin, die benötigten Zugangsdaten direkt aus dem Telekom Glasfaser Modem 2 auszulesen und anschließend auf das SFP Modul zu übertragen.
Der Vorteil:
- Beide Geräte bleiben parallel einsatzfähig.
- Bei einem Defekt oder Firmwareproblem genügt ein einfaches Umstecken, um sofort wieder online zu sein.
- Man ist nicht dauerhaft an ein einziges Gerät „verheiratet“.
1.4 SFP Modul vs. Glasfasermodem: Gibt es technische Unterschiede?
Viele Nutzer erwarten Leistungsgewinne beim Umstieg auf ein SFP Modul, in der Praxis sieht es jedoch anders aus.
- Geschwindigkeit: Identisch, weder Download noch Upload unterscheiden sich.
- Latenz: Keine messbaren Unterschiede im Ping oder in der Reaktionszeit.
- Funktion: Beide Geräte setzen das optische Signal in ein elektrisches für den Router um, technisch nahezu gleich.
Der eigentliche Unterschied ist die Bauform:
- Telekom Glasfaser Modem 2 → externes Gerät mit Netzteil.
- SFP Modul (z. B. Luleey LL-XS2510) → sitzt direkt im Router, spart Platz und reduziert Kabel.
1.5 Vor- und Nachteile im Überblick
Vorteile SFP Modul:
- Kompakte Lösung direkt im Router
- Kein zusätzliches Netzteil erforderlich
- Ersatz jederzeit einfach möglich
Nachteile SFP Modul:
- Kein direkter Support durch die Telekom
- Es wird ein Router mit entsprechendem SFP+ Einschub benötigt
1.6 Checkliste: Wann lohnt sich der Umstieg?
- ✅ Router mit SFP+ Cage vorhanden
- ✅ Platz sparen und externe Geräte vermeiden
- ✅ Flexibilität durch parallele Nutzung von Modem und SFP Modul gewünscht
- ❌ Kein Mehrwert gesucht in Geschwindigkeit oder Latenz
2. Beide Modemvarianten im Vergleich
2.1 Telekom Glasfaser Modem 2 (Sercomm FG1000B.11)
Das Telekom Glasfaser Modem 2 basiert auf dem Sercomm FG1000B.11 ONT (Optical Network Termination). Dieses Gerät wird von der Telekom an Endkunden ausgeliefert und sorgt für die Umsetzung des optischen Signals der Glasfaserleitung in ein elektrisches Ethernet-Signal.
Technisch zeichnet sich das Modem durch folgende Merkmale aus:
- Hersteller: Sercomm
- Modell: FG1000B.11 ONT
- Ethernet-Schnittstelle: 2,5 GBit/s RJ45-Port (Kupfer), abwärtskompatibel zu 1 GBit/s
- Stabilität: Besonders zuverlässiger Betrieb in Netzen mit Broadcom-basierter Infrastruktur (wie sie bei der Telekom üblich ist)
- Firmware: Speziell für die Telekom angepasst, mit eigenem Branding und leicht eingeschränktem Zugriff auf tiefere Systemfunktionen
Vorteilhaft ist vor allem die 2,5 GBit/s Kupferschnittstelle, die auch dann noch Reserven bietet, wenn zukünftig höhere Bandbreiten geschaltet werden. Außerdem gilt das Gerät als ausgesprochen stabil und unproblematisch im Dauerbetrieb. Unterschiede zum internationalen Sercomm FG1000B liegen hauptsächlich in der angepassten Telekom-Firmware sowie dem Design des Webinterfaces.
2.2. Luleey LL-XS2510 (ODI DFP-34X-2C2)
Als Alternative zum externen Telekom-Modem hat sich das Luleey LL-XS2510 etabliert. Dahinter verbirgt sich ein ODI DFP-34X-2C2 SFP Modul, das direkt in den Router eingesteckt wird. Im Gegensatz zum externen ONT arbeitet dieses Modul völlig ohne zusätzliches Netzteil oder separates Gehäuse.
Technische Eckdaten:
- Herstellerplattform: ODI (Optical Devices Inc.)
- Modell: DFP-34X-2C2
- Bauform: SFP/SFP+ Steckmodul
- Ethernet-Schnittstelle: bis 2,5 GBit/s, nutzbar über SFP+ Cages in Routern und Switches
- Firmware: Webinterface und CLI-basiert (Command Line Interface), mit der Möglichkeit, GPON-Daten aus einem bestehenden Modem zu klonen
- Flexibilität: Unterstützt sowohl 1 GBit/s als auch 2,5 GBit/s Downstream, kompatibel mit gängigen Routern wie MikroTik, pfSense-Appliances oder OpenWrt-Systemen
Die größte Stärke des Luleey/ODI Moduls ist die direkte Integration in den Router:
- Kein externes Gerät, kein Netzteil, kein zusätzlicher Kabelsalat
- Zugriff auf Konfigurationsdaten über das CLI (z. B. via Telnet oder SSH)
- Möglichkeit, die Daten aus dem Telekom Glasfaser Modem 2 zu übertragen, sodass beide Geräte parallel betrieben werden können
Besonders beliebt ist das Modul im Selbstbau- und Enthusiastenbereich, da es sich mit wenigen Handgriffen an individuelle Anforderungen anpassen lässt. Trotz seines günstigen Preises (ca. 50 Euro) gilt es als sehr stabil und langlebig.
3. Telnet beim Telekom Glasfaser Modem 2 aktivieren (Sercomm FG1000B.11)
Um die Zugangsdaten aus dem Telekom Glasfaser Modem 2 auszulesen, benötigt man Zugriff auf die Kommandozeile des Geräts. Das Modem besitzt dafür einen eingebauten Telnet-Dienst, der standardmäßig deaktiviert ist. Über die von Hack GPON dokumentierte Methode lässt er sich zuverlässig einschalten.
3.1 Temporärer Telnet-Zugang über die Browser-Konsole
Zunächst wird Telnet nur einmalig aktiviert. Diese Methode reicht aus, um die Daten auszulesen, sie verschwindet jedoch nach jedem Neustart.
- Mit dem Modem verbinden
- Im Browser
http://192.168.100.1öffnen - Mit den bekannten Zugangsdaten einloggen
- Im Browser
- Entwicklerkonsole öffnen
- Chrome/Edge:
F12→ Tab „Konsole“ - Firefox:
F12→ Tab „Konsole“
- Chrome/Edge:
- Hack-GPON-Script einfügen
Folgenden Code in die Konsole einfügen und mit Enter bestätigen:// Fetch a non csrf protected page to get a csrf token await fetch("http://192.168.100.1/setup.cgi?next_file=statusandsupport/status.html").then(function (response) { return response.text(); }).then(function (html) { //inject the html response into a HTML DOM to parse it var el = document.createElement( 'html' ); el.innerHTML = html; //The token is inserted into the first <script> tag of the page var es = el.getElementsByTagName( 'script' ); var aText = es[0].text; //Add the csrf token in the document for other requests document.csrf_token = aText.match("'(.*)'")[1]; }).catch(function (err) { console.warn('Something went wrong.', err); }); //use the csrf token to activate telnet with no login and a shell fetch('http://192.168.100.1/data/statussupporteventlog_applog_download.json?_=1686211215966&csrf_token='+document.csrf_token, { method: 'POST', headers: { 'Content-Type': 'application/x-www-form-urlencoded;charset=UTF-8' }, body: 'applog_select=a;echo "#!/bin/sh" > /tmp/slogin;echo "export PATH=/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin" >> /tmp/slogin;echo "/bin/sh" >> /tmp/slogin;/bin/chmod 755 /tmp/slogin;/usr/sbin/telnetd -l /tmp/slogin' }) .then(res => res.json()) .then(console.log) - Verbindung testen
Auf dem eigenen Rechner ein Terminal öffnen und eingeben:telnet 192.168.100.1→ Das Modem meldet sich mit einer Shell-Eingabeaufforderung.
⚠️ Wichtig: Nach einem Neustart ist Telnet mit dieser Methode wieder deaktiviert.
3.2 Telnet dauerhaft aktivieren (Applog-Methode)
Wenn man häufiger mit dem Modem arbeiten möchte, lohnt es sich, Telnet permanent einzuschalten. Das geht nur, indem man nach dem ersten Telnet-Login direkt im Modem ein Skript im persistenten Speicher (/data/) hinterlegt und über den Applog-Mechanismus automatisch starten lässt.
- Einloggen
Zuerst wie oben beschrieben temporär Telnet aktivieren und mittelnet 192.168.100.1verbinden. - Skript anlegen
Im Telnet-Shell folgende Befehle eingeben:echo '#!/bin/sh' > /data/sloginecho 'export PATH=/bin:/sbin:/usr/bin:/usr/sbin' >> /data/sloginecho '/bin/sh' >> /data/sloginchmod 755 /data/slogin
Damit entsteht das Startskript/data/slogin. - Applog-Hook einrichten
Jetzt den Telnet-Start in die Applog-Konfiguration einhängen:echo '/usr/sbin/telnetd -l /data/slogin' >> /data/applog.sh - Neustart durchführen
Nach einem Reboot des Modems startet Telnet automatisch wieder.
3.3 Nächster Schritt: GPON-Daten auslesen
4. Alle relevanten GPON-Daten auslesen
Sobald der Telnet-Zugang aktiv ist, loggt man sich ins Modem ein:
telnet 192.168.100.1
Jetzt lassen sich die entscheidenden Parameter mit dem Tool umci_ctl und einigen weiteren Befehlen sichern.
4.1 Basisinformationen aus ONT2G (ME 256)
/usr/sbin/umci_ctl mib get 256
Diese Ausgabe enthält u. a.:
equipmentId– GerätekennungoMCCVersion– OMCI VersionvendorProductCode– HerstellerkennungsecurityCapability / securityModetotalGEMPort-IDNumbersysUpTimeconnectivityCapability
4.2 Firmware- und Software-Version
/usr/sbin/umci_ctl mib get 7
Darin stehen Angaben wie:
omciSoftwareVersion– Version der OMCI-SoftwarefirmwareVersion– installierte Firmware des Modemsversion– Build- oder Release-Angabe
4.3 Hardware-Version
/usr/sbin/umci_ctl mib get 257
Wichtiger Wert:
hwVersion– Hardware-Revision des Sercomm FG1000B.11
4.4 MAC-Adresse (ELAN_MAC_ADDR)
ifconfig eth0
oder direkt aus den Flash-Parametern:
strings /flash/pon_cfg | grep -i mac
Wert:
ELAN_MAC_ADDR– eindeutige Ethernet-MAC-Adresse des ONT
4.5 Optional: LOID & PLOAM Passwort
Bei Telekom-Anschlüssen in Deutschland meistens nicht genutzt, aber im Zweifel prüfen:
strings /flash/pon_cfg | grep -i pass strings /flash/pon_cfg | grep -i loid
4.6 Tipp: Alles sichern
Am einfachsten schreibt man alle Befehle direkt in eine Datei, z. B. auf einen USB-Stick, oder kopiert die Telnet-Ausgabe vollständig heraus. Beispiel:
/usr/sbin/umci_ctl mib get 256 > /tmp/ont_dump.txt /usr/sbin/umci_ctl mib get 7 >> /tmp/ont_dump.txt /usr/sbin/umci_ctl mib get 257 >> /tmp/ont_dump.txt ifconfig eth0 >> /tmp/ont_dump.txt
So hat man ein komplettes Backup der ONT-Daten und kann diese später in das Luleey LL-XS2510 (ODI DFP-34X-2C2) eintragen.
4.7 DUMP verarbeiten
4.7.1 Object ONTG : 256 (Grundlegende ONT-Identität)
vendorId : 53434F4D version : Gf-Modem2.DTV1(97312a4b6f649374122c41293131) serialNumber : 53434F4DB1C489E3
- vendorId →
53434F4D= ASCII: SCOM (Sercomm). Das ist die Herstellerkennung, muss ins SFP übernommen werden. - version → Firmware-/HW-Kennung, hier Gf-Modem2.DTV1. Im Luleey kann (muss aber nicht) eine HW-Version eingetragen werden.
- serialNumber → GPON-Seriennummer. Sehr wichtig! Genau diese muss im ODI/Luleey als
GPON_SNgesetzt werden, sonst akzeptiert die OLT das Modul nicht.
Der Rest (trafficManagementOption, administrativeState usw.) ist nicht nötig für das Clonen.
4.7.2 Object SoftwareImage : 7 (Firmware-Informationen)
version : 090144.1.0.006 version : 090144.1.0.001
- Hier siehst Du die beiden Firmware-Images im Flash.
- 090144.1.0.006 ist aktiv, 090144.1.0.001 ist Backup.
- Wichtig für das Clonen: omciSoftwareVersion =
090144.1.0.006→ diesen Wert später im ODI/Luleey setzen, da die OLT oft die SW-Version überprüft.
4.7.3 Object ONT2G : 257 (Hardware- & Betriebsdaten)
equipmentId : 376b683274617092132d4e6a64656c2123000000 oMCCVersion : 0XA1 vendorProductCode : 0X5345
- equipmentId → Gerätekennung des ONTs, von der OLT erwartet. Wird ins ODI übernommen.
- oMCCVersion → OMCI-Version. Wird ebenfalls übernommen.
- vendorProductCode → Hersteller-/Produktkennung. Muss übernommen werden.
Die restlichen Angaben (securityCapability, totalPriorityQueueNumber, sysUpTime, QoS etc.) sind rein beschreibend und nicht nötig für die Authentifizierung.
4.7.4 Ethernet-Sektion (aus ifconfig)
eth0 HWaddr A0:95:7F:2E:CB:FA
- HWaddr → das ist die Management-MAC-Adresse.
- Im ODI-Modul als
ELAN_MAC_ADDReinzutragen. Viele Provider gleichen die MAC mit ab.
4.7.5 Zusammenfassung – die wirklich wichtigen Werte
Diese musst Du ins Luleey/ODI DFP-34X-2C2 übertragen:
vendorId→ 53434F4D (Sercomm)serialNumber→ 53434F4DB1C489E3 (GPON_SN)equipmentId→ 376b683274617092132d4e6a64656c2123000000oMCCVersion→ 0xA1vendorProductCode→ 0x5345version(Software) → 090144.1.0.006hwaddr→ A0:95:7F:2E:CB:FA
👉 Damit hast Du die vollständige Liste der Parameter, die übernommen werden müssen, damit sich das ODI/Luleey beim Telekom-OLT genauso verhält wie das originale Glasfasermodem 2.
5. Zugriff auf das Luleey LL-XS2510 (ODI DFP-34X-2C2) und Konfiguration
Damit das Luleey LL-XS2510 (ODI DFP-34X-2C2) korrekt am Telekom-Anschluss arbeitet, müssen die zuvor ausgelesenen Werte aus dem Telekom Glasfaser Modem 2 in das SFP-Modul übernommen werden.
5.1 SSH-Zugriff auf das Modul
Das Modul bringt eine eigene CLI mit, die nur über SSH erreichbar ist. Da es sehr alte Verschlüsselungsverfahren nutzt, muss der SSH-Client mit bestimmten Optionen gestartet werden:
ssh -oKexAlgorithms=+diffie-hellman-group1-sha1 -oCiphers=+3des-cbc -oHostKeyAlgorithms=ssh-rsa admin@192.168.1.1
- IP (Standard):
192.168.1.1 - Benutzername:
admin - Passwort:
admin
Nach dem Login landet man direkt in der Busy-Box Shell. Es gibt dort u.a. folgende spezielle Befehle:
flash getflash setflash commitreboot
5.2 MAC_KEY berechnen
Ein zentraler Parameter ist der MAC_KEY. Er wird aus der ELAN-MAC-Adresse berechnet.
Die Formel lautet:
MAC_KEY = MD5("hsgq1.9a" + MAC_OHNE_DOPPELPUNKTE_GROSS)
Beispiel:
- ELAN_MAC_ADDR:
A0:95:7F:2E:CB:FA - Normalisiert:
A0957F2ECBFA - Hash-Eingabe:
hsgq1.9aA0957F2ECBFA - Ergebnis:
3b8ce129807553fe902be567a855363f
5.3 Python-Skript (Linux/Windows/macOS)
Speichere das folgende Skript als odi_keygen.py:
#!/usr/bin/env python3
# ODI DFP-34X-2C2 MAC_KEY Generator (nach rajkosto)
import sys, string, hashlib
if len(sys.argv) != 2:
sys.exit("Usage: odi_keygen.py <MACADDR>")
macAddr = sys.argv[1].strip().replace(":", "")
if len(macAddr) != 12 or not all(c in string.hexdigits for c in macAddr):
sys.exit("MAC muss im Format A0:95:7F:2E:CB:FA angegeben werden.")
text = ("hsgq1.9a" + macAddr.upper()).encode("ascii")
print(hashlib.md5(text).hexdigest())
Aufruf:
python3 odi_keygen.py A0:95:7F:2E:CB:FA
Beispielausgabe:
3b8ce129807553fe902be567a855363f
5.4 Flash-Werte ins Modul eintragen
Mit den aus dem Modem-Dump gewonnenen Daten werden die Parameter im SFP-Modul gesetzt.
Beispiel:
flash set GPON_SN SCOMB1C489E3 flash set PON_VENDOR_ID 53434F4D flash set ELAN_MAC_ADDR a0957f2ecbfa flash set MAC_KEY 3b8ce129807553fe902be567a855363f flash set OUI a0,95,7f flash set HW_CWMP_MANUFACTURER Sercomm flash set HW_CWMP_PRODUCTCLASS IGD flash set HW_HWVER Glasfaser.DTV1 flash set GPON_ONU_MODEL FG1000B.11 flash set EPON_ONU_MODEL FG1000B.11 flash set OMCI_SW_VER1 090144.1.0.006 flash set OMCI_SW_VER2 090144.1.0.001 flash set OMCI_OLT_MODE 1 flash set OMCC_VER A1 flash set OMCI_FAKE_OK 0 flash set OMCI_OLT_MODE 1
5.5 VLAN-Fix (korrekt für dieses Modul)
Kein flash set – stattdessen diese Einstellung auf dem Stick setzen:
echo '' > /etc/config/fix_vlan
Damit wird das interne VLAN-Erzwingen des Sticks neutralisiert, erforderlich, damit der Anschluss (z. B. Telekom PPPoE mit VLAN 7 im Router) sauber funktioniert.
(Das VLAN-Tagging erledigt Dein Router/Dein Switch; der Stick mischt sich nicht ein.)
Änderungen übernehmen und Neustart:
flash commit reboot
Das Modul meldet sich danach an der Telekom-OLT so, als wäre es das originale Glasfaser-Modem 2.
6. Fazit: Lohnt sich der Umstieg vom Telekom Glasfaser Modem 2 auf ein SFP-Modul?
Der Austausch des Telekom Glasfaser Modem 2 (Sercomm FG1000B.11) gegen ein kompaktes SFP-Modul wie den Luleey LL-XS2510 (ODI DFP-34X-2C2) ist in erster Linie eine Frage der Flexibilität und Redundanz.
Technisch betrachtet gibt es keinen messbaren Unterschied in Latenz oder Geschwindigkeit. Beide Geräte arbeiten auf derselben GPON-Technologie und liefern am Ende die gebuchte Bandbreite.
Die Vorteile des SFP-Sticks liegen an anderer Stelle:
- Er spart Platz im Rack oder Router-Setup.
- Man benötigt kein zusätzliches externes ONT samt Netzteil.
- Im Falle eines Defekts kann man mit den ausgelesenen Parametern jederzeit zurück auf das Original-Modem wechseln.
- Durch den VLAN-Fix lässt sich das Modul problemlos in bestehende Router-Konfigurationen (z. B. MikroTik, pfSense, OpenWrt) integrieren.
Der Aufwand für den Umstieg besteht darin, die ONT-Daten einmalig auszulesen, den MAC_KEY korrekt zu berechnen und die Werte sauber per SSH ins SFP-Modul einzutragen. Hat man diesen Schritt hinter sich gebracht, arbeitet der Stick dauerhaft stabil und ohne Nachjustieren.
Damit ist der Luleey LL-XS2510 eine interessante Alternative für alle, die ihr Netzwerk aufgeräumt halten wollen, eine kompakte Lösung bevorzugen oder schlicht einen schnellen Ersatz für den Notfall griffbereit haben möchten.
