Aktualisierter TriMod 2.0 Adapter – “IEC”, IEEE-488 und parallele Schnittstelle für die 1541

Einführung

Wie bereits in einem früheren Artikel beschrieben, war die CPLD-Version meines TriMod-Adapters nie als Nachrüstlösung für die 1541 gedacht.

Dieser Prototyp wurde lediglich als Machbarkeitsstudie und zur Entwicklung der Firmware konstruiert. Daher wurde auf das Design, das während der Entwicklung mehr praktischen Zwecken diente, wenig Wert gelegt.

Das endgültige Ergebnis wurde schon lange in mein 1541-Motherboard integriert, sodass dieser Adapter obsolet wurde und nicht weiterverfolgt wurde – zumindest nicht in dieser Form.

Bis jetzt…

Was ist das überhaupt?

Eine kurze Erklärung, was dieser Adapter überhaupt macht:

Er bietet eine oder zwei zusätzliche Schnittstellen für die 1541. Einerseits wird neben der seriellen Schnittstelle eine parallele Schnittstelle für SpeedDOS bereitgestellt.

Das ist natürlich nichts Besonderes und kann auch einfacher gelöst werden.

Zusätzlich kann die 1541 umgeschaltet werden, sodass sie zu einem Commodore 2031LP-Floppy-Laufwerk wird.

Das Besondere an diesem Floppy-Laufwerk war, dass es anstelle der seriellen eine IEEE-488-Schnittstelle hatte. Damit konnte das Laufwerk an die “großen” Business-Computer von Commodore angeschlossen werden.

Mit diesem Adapter hat man die Möglichkeit, auf Knopfdruck auszuwählen, welches Laufwerk gerade benötigt wird.

TriMod 2.0

Einige fragten, ob der Adapter veröffentlicht werden könnte. Da der ursprüngliche Adapter einfach zu groß ist…

Was auf diesem Bild nicht zu sehen ist, ist, dass er auch sehr hoch gebaut ist, mit Hilfe von einigen ineinandergesteckten DIL-Sockeln.

Da der TriMod-Adapter insgesamt 3 Schnittstellen hat, von denen 2 parallel sind, werden einige I/O-Leitungen benötigt. Daher ist mindestens ein CPLD im TQFP-100-Paket erforderlich, der allein schon einiges an Platz benötigt und leider nicht zwischen eine 40-polige IC-Fassung passt.

Zusätzlich werden die beiden Treiber für den IEEE-488 (GPIB)-Bus benötigt sowie die Anschlüsse für die beiden parallelen Schnittstellen.

Dies erfordert ziemlich viel Platz. Die DIP-Schalter wurden durch einfache Jumper ersetzt. Dies spart Platz und es kann auch ein Kabel angelötet und nach außen geführt werden.

Die IDC-Steckverbinder wurden durch Micromatch-Steckverbinder ersetzt. Diese sparen ebenfalls viel Platz, können aber mit dem normalen Flachbandkabel verwendet werden, das auch für die IDC-Steckverbinder verwendet wird.

Das ist dabei herausgekommen:

TriMod 2.0 Adapter

Die Platine wurde auf das Nötigste reduziert und passt jetzt ohne zusätzlichen Adapter-Sockel in den IC-Steckplatz UC3 der 1541.

Installation in der 1541

Hier ist auch zu sehen, dass das zuvor verwendete Kabel weiter genutzt werden kann. Statt des IDC-Steckverbinders wurde ein Micromatch-Steckverbinder verwendet, der einfach auf das Flachbandkabel gecrimpt wird.

Draufsicht

Was natürlich noch benötigt wird, ist ein Kernel-Adapter, der vom ursprünglichen 2364 PROM auf ein entsprechendes (E)EPROM konvertiert und die verschiedenen Kernel-Versionen enthält.

Einerseits wird der Kernel für den IEEE-488-Modus benötigt und andererseits entweder der Original Commodore-Kernel oder SpeedDOS. Wenn das parallele Kabel für den Floppy-Speeder nicht genutzt werden soll, kann natürlich auch JiffyDOS verwendet werden.

Pinbelegung

Hier ist die Belegung der einzelnen Pins zu sehen. Einerseits gibt es die Schnittstelle zum Flashen des CPLD, die normalerweise nur einmal benötigt wird oder für Firmware-Updates.

Oben links sind die Anschlüsse für den externen Kernel zu sehen. Im “CBM-Bus”-Modus (die normale serielle Verbindung, inkl. parallelem Kabel) gibt es die Möglichkeit, einen sekundären Kernel auszuwählen, z.B. Original und SpeedDOS.

Im “GPIB”-Modus (IEEE-488) wird nur ein Kernel bereitgestellt, da kein alternativer Kernel bekannt ist. Sollte sich hier etwas ergeben, kann dies schnell in der Firmware erweitert werden.

Download

Wer einen solchen Adapter bauen möchte, findet alle notwendigen Dateien auf meinem Codeberg-Account: Codeberg-Link.

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