Man kann von iTunes halten, was man will, aber für große Musiksammlungen kommt man eigentlich nicht um diesen vielseitigen Mediaplayer herum. Nur gibt es diesen nur für Mac OS und Windows. Aber mit DeaDBeeF gibt es eine Alternative, die man fast wie iTunes aussehen lassen kann. Mit zusätzlichen Plugins kommt man fast an das Look&Feel Gefühl von iTunes heran.
Inhalt
1. Einleitung
Deadbeef, auch als DeaDBeeF bezeichnet, ist ein leistungsstarker und leichtgewichtiger Musik-Player für Linux-basierte Betriebssysteme. Mit seiner minimalistischen Benutzeroberfläche und einer Fülle von Funktionen bietet Deadbeef eine benutzerfreundliche Möglichkeit, Musik in hervorragender Klangqualität zu genießen.
Der Fokus von Deadbeef liegt auf der Effizienz und Geschwindigkeit, wodurch er sich besonders für Nutzer eignet, die nach einem schlanken Musik-Player suchen, der Ressourcen schonend arbeitet. Trotz seiner schlanken Bauweise unterstützt Deadbeef eine breite Palette von Audioformaten, darunter MP3, OGG, FLAC und viele mehr, was sicherstellt, dass nahezu jede Musiksammlung abgespielt werden kann.
Die modulare Architektur von Deadbeef ermöglicht es den Nutzern, Funktionen durch Plugins zu erweitern. Dadurch kann der Musik-Player an individuelle Vorlieben angepasst werden, sei es durch die Integration zusätzlicher Audioeffekte, Skins für das Erscheinungsbild oder erweiterte Wiedergabesteuerungen.
2. Installation
Das Tool ist in den Paketquellen der meisten Distributionen enthalten. Für das Beispiel Debian wird die Installation wie folgt durchgeführt:
$ sudo apt install deadbeef
Auf der Homepage des DeaDBeeF Projektes kann man sich sowohl den Quelltext, als auch Pakete für Debian und Arch Linux herunter laden.
Startet man den Musik-Player das erste mal, sieht er, um es nett auszudrücken, sehr “aufgeräumt” aus und scheint nicht viel her zu machen:

Aber der erste Blick täuscht. Es ist lediglich so, dass dieser Player in einer minimal Austattung konfiguriert ist. Und zusätzlich können auch noch weitere Plugins hinzugefügt werden.
3. Plugins
Für Linux gibt es einige Plugins, die DeaDBeeF noch besser machen. Diese können auf der Projektseite unter Plugins herunter geladen werden. Derzeit findet man dort folgende Plugins:
| Headphone crossfeed (bs2b) | Kopfhörer-Crossfeed-Plugin (benötigt installation von libbs2b) von Boris Mikhaylov. Bitte beachten Sie, dass dieser Effekt nur für Stereosound funktioniert. |
| RAR, 7z and Gzip archive reader | Dateien direkt aus rar-, 7z- und gzip-Archivdateien abspielen |
| Copy info | Weiterer Menüeintrag, um Informationen über ausgewählte Tracks in einem benutzerdefinierten Format in die Zwischenablage zu kopieren. Dies ist die gleiche Funktion wie Copy name(s) von foobar2000. |
| Customizable toolbar for GTKUI(GTK2) | Dieses Plugin bietet ein Toolbar-Widget, das anstelle der statischen DeadBeef-Standard-Symbolleiste verwendet werden soll. Es ermöglicht das Hinzufügen einer beliebigen Aktion auf der Symbolleiste als Schaltfläche, setzen Sie es in der gewünschten Position und weisen Sie benutzerdefinierte Symbol zu ihm. Oder es kann verwendet werden, um einfach die Standard-Aktionen Stop/Play/Pause/Vor/Zurück in einer bevorzugten Reihenfolge anzuordnen. |
| Discord Rich Presence Plugin | Das Discord Rich Presence Plugin zeigt den aktuell gespielten Titel in Ihrem Discord-Status an. Es verbindet sich mit Discord über die Discord Rich Presence API, eine weitere Authentifizierung ist nicht erforderlich. Sie können die angezeigten Informationen über die Plugin-Einstellungen konfigurieren. Für weitere Informationen zur Titelformatierung: https://github.com/DeaDBeeF-Player/deadbeef/wiki/Title-formatting-2.0 |
| File Browser | Einfacher Dateibrowser, basierend auf dem Treebrowser-Plugin von Geany Projekt-Homepage: http://sourceforge.net/projects/deadbeef-fb Fehlerverfolgungssystem: https://gitlab.com/zykure/deadbeef-fb/issues BOOKMARKS: Wenn die GTK-Lesezeichen nicht verwendet werden sollen, können die eigenen Lesezeichen-Datei erstellt werden, die nur vom Dateibrowser verwendet wird (Standarddatei: ~/.config/deadbeef/bookmarks). SUCHVERHALTEN: Standardmäßig filtert die Suchleiste die im Baum sichtbaren Elemente nach ihrem vollständigen Pfad. Wenn ein Suchtext eingegeben wird, werden nur die Einträge angezeigt, die den Text in ihrem Pfad enthalten, angezeigt. Wenn die Suche gelöscht wird, werden wieder alle Elemente angezeigt. wieder angezeigt. Der Baum wird vollständig aufgeklappt, nachdem eine bestimmte Anzahl von Zeichen in die Suchleiste eingegeben wurden. Dann durchläuft der Filebrowser den Verzeichnisbaum und überprüft jede Datei darin. Beachten Sie, dass dies bei bei großen Bäumen sehr lange dauern kann. Die Anzahl der Zeichen, die dieses Verhalten auslösen kann in den Optionen eingestellt werden (Standard ist 5 Zeichen). COVERART-SYMBOLE: Jedes Verzeichnis, das im Baum angezeigt wird, wird nach einem Coverart-Bild durchsucht muss einen bestimmten Namen haben (wie ‘cover.jpg’). Wenn es gefunden wird, wird es angezeigt anstelle des Standard-Ordnersymbols angezeigt. Um die Dinge zu beschleunigen, wird das Miniaturbild auf der Festplatte im Cache-Verzeichnis von DeaDBeeF gespeichert. MAUSKLICK-AKTIONEN: Es gibt verschiedene Maustastenaktionen, wenn Sie auf ein Baumelement klicken: * Linksklick zum Auswählen (Drag&Drop zum Hinzufügen zur Wiedergabeliste) * Strg + Linksklick für Mehrfachauswahl * Shift + Linksklick für Bereichsauswahl (funktioniert nur auf derselben Baumebene) * Mittelklick zum Ersetzen und Anhängen an die Wiedergabeliste * Strg + Mittelklick zum Ersetzen der aktuellen Wiedergabeliste und Starten der Wiedergabe * Shift + Mittelklick zum Erstellen einer neuen Wiedergabeliste * Strg + Shift + Mittelklick zum Erstellen einer neuen Wiedergabeliste und zum Starten der Wiedergabe * Rechtsklick für Popup-Menü * Doppelklick zum Ersetzen der aktuellen Wiedergabeliste und Starten der Wiedergabe * Strg + Doppelklick zum Ersetzen der aktuellen Wiedergabeliste TASTENDRUCK-AKTIONEN: Es ist auch möglich, Tastendruck-Aktionen innerhalb der Baumansicht auszuführen: * links/rechts, um in der Baumhierarchie zu navigieren (verschieben & erweitern/zusammenklappen) * Zurück, um die aktuelle Wiedergabeliste zu ersetzen und die Wiedergabe zu starten * ctrl + return zum Ersetzen der aktuellen Wiedergabeliste * Shift + Return, um eine neue Wiedergabeliste zu erstellen und die Wiedergabe zu starten |
| Headerbar for GTK3 UI | Fügt dem DeaDBeeF eine Kopfleiste hinzu. |
| Musical Spectrum | Dieses Plugin wurde von dem unglaublichen foo_musical_spectrum Plugin für den foobar2000 Audio Player inspiriert. Es bietet variable FFT-Größe (bis zu 32768), Blackmann-Harris und Hanning-Fenster-Funktionen, und viele andere Optionen… |
| PulseAudio output plugin version 2 | Ich hoffe, dass dies irgendwann das Standard-Puls-Audio-Plugin in DeaDBeeF ersetzen wird. |
| Playback order menu | Ein Dropdown-Menü zum Umschalten zwischen verschiedenen Wiedergabereihenfolgen |
| Playback Status Widget | Widget für den Wiedergabestatus |
| Quick search | Schnellsuche Plugin für den DeaDBeeF Audio Player |
| Replay Gain Control GTK2 UI | Replay Gain Control plugin |
| Spectrogram | Spektrogramm-Plugin für DeaDBeeF-Audioplayer |
| VU Meter | Pegelanzeige |
| Waveform Seekbar | Wellenform-Suchleiste Plugin für DeaDBeeF Audio Player |
| Dynamic Range Meter | Fügt ein Kontextmenü “Dynamikbereich” zu den ausgewählten Wiedergabelistenelementen hinzu. Wenn Sie darauf klicken, werden der Dynamikbereich, der Spitzenwert und der Gesamt-Effektivwert für jedes ausgewählte Element berechnet, und ein GTK-Dialog mit den Ergebnissen wird geöffnet. Die Berechnung für jedes Element wird parallel durchgeführt (siehe Laufzeitkonfiguration). Das Protokoll kann gespeichert werden und ist mit der DR-Online-Datenbank kompatibel. |
| GNOME multimedia keys support | Dieses Plugin fügt dem DeaDBeeF-Player Unterstützung für GNOME-Multimedia-Tasten (über DBus) hinzu. |
| Song Rating | Ein Plugin, das Befehle zum Bewerten von Tracks durch Schreiben in das %rating%-Metadaten-Tag ermöglicht. Die Befehle sind über das Kontextmenü oder durch Bindung an Hotkeys zugänglich. |
| Status Notifier GTK3 UI | Blendet ein Desktop Benachrichtung ein, wenn ein neuer Song abgespielt wird |
| JACK output plugin | spielt Ton über JACK API |
| MPRISv2 plugin | Kommunikation mit anderen Anwendungen über D-Bus. |
| Stereo widener | Verbreitert das Stereo-Spektrum. |
| RAR vfs | Dateien direkt aus RAR-Dateien abspielen |
Damit die Plugins genutzt werden können, wird das Verzeichnis .local/lib/deadbeef im Homeverzeichnis benötigt. Sofern nicht schon vorhanden, muss dieses noch angelegt werden:
mkdir -p ~/.local/lib/deadbeef
Nach dem Download der entsprechenden Plugins, liegen diese zunächst als ZIP Archive vor. Diese müssen zunächst entpackt werden. Und anschließend die Dateien direkt in das Verzeichnis /home/<USERNAME>/local/lib/deadbeef kopiert werden, ohne weitere Unterverzeichnisse. Also auch nicht das Verzeichnis Plugin selber, welches in den ZIP Dateien enthalten ist. Die *.so Dateien liegen direkt dann in dem ./deadbeef Verzeichnis:
dirk@debian:~/.local/lib/deadbeef$ ls -la insgesamt 12728 drwxr-xr-x 2 dirk dirk 4096 19. Feb 15:21 . drwxr-xr-x 3 dirk dirk 4096 19. Feb 12:43 .. -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 24544 9. Feb 22:32 ddb_dr_meter_gtk2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 24656 9. Feb 22:32 ddb_dr_meter_gtk3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 18488 9. Feb 22:32 ddb_dr_meter.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 13952 9. Feb 22:32 ddb_gnome_mmkeys.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 200944 9. Feb 22:32 ddb_misc_filebrowser_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 179808 9. Feb 22:32 ddb_misc_filebrowser_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 69040 9. Feb 22:32 ddb_misc_headerbar_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 86056 9. Feb 22:32 ddb_misc_playback_status_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 69072 9. Feb 22:32 ddb_misc_playback_status_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 122776 9. Feb 22:32 ddb_misc_quick_search_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 105256 9. Feb 22:32 ddb_misc_quick_search_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 67480 9. Feb 22:32 ddb_misc_replaygain_control_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 60128 9. Feb 22:32 ddb_misc_replaygain_control_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 898944 9. Feb 22:32 ddb_misc_waveform_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 898912 9. Feb 22:32 ddb_misc_waveform_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 2649584 9. Feb 22:32 ddb_vis_musical_spectrum_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 2611952 9. Feb 22:32 ddb_vis_musical_spectrum_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 2304488 9. Feb 22:32 ddb_vis_spectrogram_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 2292704 9. Feb 22:32 ddb_vis_spectrogram_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 117232 9. Feb 22:32 ddb_vis_vu_meter_GTK2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 96600 9. Feb 22:32 ddb_vis_vu_meter_GTK3.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 27928 9. Feb 22:32 libdrmeter.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 30544 9. Feb 22:32 pulse2.so -rwxr-xr-x 1 dirk dirk 13688 9. Feb 22:32 stereo_widener.so
4. DeaDBeef anpassen
Damit das aussehen fast si ein wenig wie bei iTunes aussieht, werden auf jeden Fall folgende Plugins benötigt:
4.1 Designmodus einschalten
Damit Änderungen am Design bei DeaDBeeF vorgenommen werden können, muss der Designmodus eingeschaltet werden. Dafür auf <Ansicht> klicken und ein Häckchen bei <Designodus> setzen:

Danach können entsprechende Änderungen vorgenommen werden. Sind alle Änderungen abgeschlossen, muss der Designmodus wieder beendet werden, indem das Häckchen wieder entfernt wird.
4.2 Oberfläche einrichten
4.2.1 Trennlinien festlegen
Als erstes die bestehen Playcontrol Buttons, die Wiedergabeleiste, die Lautstärkeregelung und das große Fenster für die Anzeige der Lieder entfernen. Dazu klickt man jeweils auf das entsprechende Element mit der rechten Maustaste und klickt auf <Löschen>:

Dies wiederholt man nun für alle Elemente, bis nur noch eine leere Hülle zu sehen ist:

Um nun neue Elemente hinzuzufügen, klickt man in die graue Fläche mit der rechten Maustaste, und legt erst einmal einige Trennlinien fest. Dazu gibt es die Elemente “Trennlinie (oben/unten)” und “Trennlinie (links/rechts)“. Als erstes wird die “Trennlinie (oben/unten)” ausgewählt:

Dann geht man mit der Maus auf diese Linie, und zieht diese etwas nach oben. Das muss jetzt noch nicht akkurat perfekt sein, sondern erst einmal das ungefähre Layout festlegen:

Dies wiederholt man nun so oft, bis am Schluss folgendes Layout erstellt wurde (Am besten zieht man sich das Fenster etwas größer):

Falls man zwischendurch mal einen Fehler gemacht hat, kann einfach in das entsprechende Feld mit der rechten Maustaste klicken und dann dort auf <Bezug> und dann <Löschen>.
4.2.2 Funktionen hinzügen
Die einzelnen Funktionen werden genauso eingefügt, wie zuvor die Trennlinien. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste in das jeweilige entsprechende Feld, wo die neue Funktion abgelegt werden soll und sucht sich aus der Liste die entsprechende Funktion aus. Die Funktionen sollen nach diesem Muster ausgewählt werden:

Wenn alle Funktionen in die entsprechenden Felder eingefügt worden sind, können die Größen durch verschieben der Trennlinien noch entsprechend angepasst werden, so daß sich am Schluss dieses Bild ergibt:

Nun kann der Designmodus erst einmal verlassen werden, indem man unter <Ansicht> die Checkbox bei <Designmodus> wieder entfernt.
4.2.3 Reiter konfigurieren
Als nächstes wird der untere linke Block mit den 3 Reitern angepasst. Als erstes muss ein Platzhalter gelöscht werden. Dazu klickt man auf einen der 3 Reiter mit der rechten Maustaste und klickt dann auf <Reiter entfernen>:

Danach werden auch für die beiden Reiter weitere Funktionen eingefügt. Dazu muss als erstes wieder der Designmodus aktiviert werden. Und dann auf den linken Reiter klicken. Dort die Funktion “Auswahl-Eigenschaften” mit der rechten Maustaste in das darunter stehende Feld einfügen:

Jetzt den zweiten Reiter auswählen. Dort muss als erstes wieder eine “Trennlinie (oben/unten)” eingefügt werden:

Hier werden dann weitere zwei Funktionen nach folgendem Schema eingefügt:

Anschließend sollte DeaDBeeF so aussehen:

Der zweite Reiter hat noch keine vernünftige Bezeichnung. Dazu muss kurz der Designmodus verlassen werden. Dann mit der rechten Maustaste auf den rechten Reiter klicken und <Reiter umbenennen> auswählen. Hier die Bezeichnung “Visualisierung” (ohne Anführungszeichen) eingeben:
4.2.4 Knopf konfigurieren
Jetzt fehlt noch oben der “Knopf”. Diesen kann man einstellen, indem man mit der rechten Maustaste auf den “Knopf” klickt und dort <Knopf konfigurieren> auswählt. Daran denken, dass der Designodus wieder eingeschaltet sein muss:

Es öffnet sich ein weiteres Fenster, das wie folgt konfiguriert werden sollte:

Anschließend kann die Konfiguration des Knopfes mit <OK> verlassen werden. Ebenso kann der Designmodus wieder abgeschaltet werden.
5. Funktionen konfigurieren
Jetzt können die Feinheiten konfiguriert werden. Jede Funktion hat weitere Möglichkeiten zur Konfiguration. Einen Teil davon erreicht man, indem man bei abgeschaltetem Designmodus mit der rechten Maustaste in das entsprechende Modul klickt und dort dann auf <Configure>, andere haben ein kleines Untermenü mit entsprechenden Checkboxen.
Damit man besser sehen kann, was sich ändert, sollte jetzt ein Ordner mit Musikstücken hinzugefügt werden. Dazu kann man schon den eben konfiguriten Knopf “Ordner hinzufügen” nutzen.
Zur Erinnerung noch einmal eine Übersicht der einzelnen Module:

5.1 Wiedergabelisten-Browser
Einfach mit der rechten Maustaste in die Titelleiste des Wiedergabelisten-Browsers klicken und bei allen 3 Punkten ein Häkchen machen:

5.2 Wiedergabeliste
In dem Wiedergabelisten Modul kann man sich die obere Zeile anpassen, bzw. Einträge hinzufügen und entfernen. Dazu klickt man mit der rechten Maustaste in diese Leiste und baut sich durch <Spalte hinzufügen> und <Spalte entfernen> alles wie gewünscht zusammen. Anschließend kann man die einzelnen Spalte nach links oder rechts verschieben. Ich habe das ganze wie folgt zusammen gestellt (von links nach rechts):
Titelbild | ♫ (Wiedergabe) | Benutzerdefiniert | Titel | Benutzerdefiniert | Dauer | Künstler | Benutzerdefiniert
Die Spalten, die als Benutzerdefiniert ausgewählt wurden, müssen noch entsprechend konfiguriert werden. Dazu klickt man wieder mit der rechten Maustaste auf die jeweilige Spalte und klickt auf <Spalte bearbeiten>. Dort stellt man dann die Werte wie folgt ein:
- Benutzerdefiniert für Titel
Titel: # / Format: $num(%tracknumber%,1). - Benutzerdefiniert für ReplayGain
Titel: Replay Gain / Format: %replaygain_track_gain% - Benutzerdefiniert für Sortierung
Titel: Sortierung / Format: %album artist% - ['['$year(%date%)']' - ]%album%
Das ganze sieht am Schluß wie folgt aus:

5.3 Waveform Seekbar
Auch hier wieder mit der rechten Maustaste in das Modul klicken und auf <Configure> gehen. Dort alles wie folgt einstellen:

Die Farbe für den Hintergrund (Background) ist #2A2E32.
5.4 Playbar Status Widget
Die Konfiguration erfolgt ebenfalls über einen Rechtsklick. Es müssen die HTML Anweisungen in einfache Anführungszeichen gesetzt werden. Die 3 Zeilen sehen dann wie folgt aus:
'<span foreground="grey" weight="bold" size="medium">'%playback_time% / %length%'</span>'
'<span weight="bold" size="x-large">'%tracknumber%. %title%'</span>'
%album% - '<i>'%album artist%'</i>'5.5 Reiter
Abschließend werden noch das Modul “Musical Spectrum” und “Spectrogram” angepasst:
5.5.1 Musical Spectrum

5.5.2 Spectogram

5.6 Abschluß
Wenn alles fertig konfiguriert ist, kann man noch die verschiedenen Abstände einstellen, so dass passt. Danach sollte der Player ungefähr so aussehen:

Jetzt hat man einen wirklich funktionalen Musikplayer, der auch noch eine sehr schöne Oberfläche hat, die sehr stark an iTunes erinnert.
6. Fazit
DeaDBeeF ist ein schlanker, benutzerfreundlicher Audio-Player für Linux-Systeme mit einer Fülle von Konfigurationsmöglichkeiten. Mit seiner minimalistischen Benutzeroberfläche bietet es eine reibungslose und effiziente Möglichkeit, Musik zu genießen. Hier sind einige Schlüsselaspekte und Konfigurationsmöglichkeiten:
- Benutzeroberfläche: DeaDBeeF präsentiert eine übersichtliche Benutzeroberfläche, die leicht anpassbar ist. Es bietet verschiedene Layouts und die Möglichkeit, die Anordnung von Schaltflächen und Panels nach persönlichen Vorlieben anzupassen.
- Plugin-Unterstützung: Die Stärke von DeaDBeeF liegt in seiner Plugin-Unterstützung. Durch eine Vielzahl von Plugins können Funktionen erweitert und den eigenen Bedürfnissen angepasst werden. Dies reicht von zusätzlichen Audio-Formaten bis hin zu visuellen Effekten.
- Audio-Einstellungen: DeaDBeeF ermöglicht eine detaillierte Anpassung der Audioeinstellungen. Benutzer können verschiedene Ausgabemodi auswählen, die Puffergröße anpassen und die Klangqualität optimieren, um ein optimales Hörerlebnis zu gewährleisten.
- Formatunterstützung: Mit einer breiten Palette von unterstützten Audioformaten, einschließlich gängiger Formate wie MP3, FLAC, AAC und mehr, bietet DeaDBeeF maximale Flexibilität bei der Wiedergabe von Musiksammlungen.
- Tag-Bearbeitung: DeaDBeeF ermöglicht die Bearbeitung von Metadaten direkt über die Benutzeroberfläche. Diese Funktion ist besonders nützlich, um Musiksammlungen zu organisieren und Informationen zu Tracks zu aktualisieren.
- Tastaturkürzel: Um die Bedienung zu erleichtern, unterstützt DeaDBeeF eine Vielzahl von Tastaturkürzeln, mit denen Benutzer schnell zwischen Titeln wechseln, die Lautstärke anpassen und andere Aktionen durchführen können.
Zusammenfassend bietet DeaDBeeF eine schlanke, anpassbare Lösung für die Wiedergabe von Musik unter Linux. Die breite Palette von Konfigurationsmöglichkeiten ermöglicht es Benutzern, das Benutzererlebnis nach ihren eigenen Vorlieben zu gestalten.
Wer übrigens auch die einzelnen Musikdateien vorher noch taggen möchte, dem sei folgender Artikel empfohlen: Musik Dateien unter Linux taggen. Interessant könnte auch der Artikel “Virtual Sinks mit PipeWire einrichten” sein, der beschreibt, wie man Multi-Kanal Soundkarten konfiguriert.
Quellen:
https://deadbeef.sourceforge.io/
https://github.com/DeaDBeeF-Player/deadbeef
https://docs.google.com/spreadsheets/d/1ZnA0sPekUrvo1zb5vNfaUfWwRP6IfzHMpRQw5Yzl904/edit?pli=1#gid=0
https://www.apple.com/de/itunes/
